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Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Fr 28. Nov 2008, 18:19
von hhullen
Fabian Weinlich hat geschrieben:
Dass das Booten von USB entweder im BIOS oder direkt beim booten angewählt werden muss weiß ich. Jedoch habe ich gelesen, dass man auf den USB-Stick auch einen Bootmanager installieren soll.


Das würde ich nicht vorrangig anstreben. Lieber (erst mal) pro Installation 1 USB-Stick.

Fabian Weinlich hat geschrieben:Das Ziel ist es ja, keine Live-Version auf den Stick zu bekommen sondern eine richtige Installation. Daher bringt der Kauf eines "Live-Sticks" auch nicht allzuviel.


Sorry - das verstehe ich nicht. Du willst von einem USB-Stick booten, und alle benötigten Anwendungen liegen auf dem Stick.
Eigentlich sollte die Festplatte nicht angefasst werden ("HDguard" wird von Linux leicht ausgehebelt).
Das ist eine Live-Version, bei der die geänderten Daten wieder auf dem Stick landen. So wie bei einer "mobilen Schultasche".

Fabian Weinlich hat geschrieben:Mit der Live-Version (gebootet vom USB-Stick) habe ich auf einen anderen USB-Stick schon ein Live-System aufgespielt, dass auch Änderungen speichert.


Pure Neugier: 8.04 oder 8.10?

Fabian Weinlich hat geschrieben:Der Entschluss zur "richtigen" Installation auf dem Stick enstand, weil man bei der Live-Version einen User namens "ubuntu" hat und dieser nicht Kennwortgeschützt ist. Dieser User hat vollen Zugriff auf das System, aber die/wir Schüler sollen ja nicht im System rumfummeln können.


Dat isso!
Dagegen kannst Du keinen Rechner schützen, wenn er von CD oder USB-Stick oder aus einem passend konfigurierten Netz booten kann.

Was meinst Du mit "richtiger Installation: USB-Stick oder weitere Partition auf der Festplatte? Beides ist "richtig".

Du solltest überlegen, ob Du die Mailing-Liste "Schul-Netz" abonnierst und dort das Problem fortsetzt; da findest Du mehr Fachleute.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Fr 28. Nov 2008, 23:06
von Fabian Weinlich
Auf den USB-Stick soll Ubuntu installiert werden, als wenn man es "richtig" auf die Festplatte installiert. Den HDGuard braucht man dann nicht mehr auszuhebeln, da es dann ja keine Schulpartition auf dem Laptop mehr geben wird. Bisher habe ich es mit der Live-Version 8.10 versucht. Mit der Live-Version hatte ich bisher jedoch fast nur Probleme...ich musste den Stick innerhalb von 2 Tagen 3 mal formatieren und neu aufspielen. Und normalerweise weiß ich, was ich an einem Rechner tue, von daher denke ich, dass es nicht nur unbedingt an mir lag. Nach der Einrichtung verschiedener Benutzerkonten ließ sich der Stick nicht einmal mehr booten.

Rein theoretisch müssten doch die Benutzerdaten von "ubuntu" irgendwo im System liegen. Dann müsste es doch möglich sein, den Nutzer entweder zu löschen oder zumindest ein Passwort einzurichten.

Die Mailing-Liste werde ich mir anschauen...

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Sa 29. Nov 2008, 16:00
von hhullen
Fabian Weinlich hat geschrieben:Auf den USB-Stick soll Ubuntu installiert werden, als wenn man es "richtig" auf die Festplatte installiert. Den HDGuard braucht man dann nicht mehr auszuhebeln, da es dann ja keine Schulpartition auf dem Laptop mehr geben wird.


Wenn aber keine Schulpartition mehr auf dem schülereigenen Notebook liegt, dann könnte in dem so freigewordenen Platz auch gleich Linux installiert werden; die Zugriffszeiten sind deutlich besser als bei einem USB-Stick.

Fabian Weinlich hat geschrieben: Bisher habe ich es mit der Live-Version 8.10 versucht. Mit der Live-Version hatte ich bisher jedoch fast nur Probleme...ich musste den Stick innerhalb von 2 Tagen 3 mal formatieren und neu aufspielen.


Könnte es sein, dass Du einen mürben Stick erwischt hast?
Ich arbeite hier mit einigen USB-Sticks, auch bootfähigen: da hat sich bisher keiner so schlecht benommen.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Sa 29. Nov 2008, 17:10
von Ulf Blanke
hhullen hat geschrieben:
Wenn aber keine Schulpartition mehr auf dem schülereigenen Notebook liegt, dann könnte in dem so freigewordenen Platz auch gleich Linux installiert werden; die Zugriffszeiten sind deutlich besser als bei einem USB-Stick.


Zu dieser Lösung neige ich mittlerweile auch. Ist zwar ein größerer Aufwand, aber die USB-Lösung scheint mir - das zeigen auch Fabians Tests - (noch) nicht für die Schulpraxis geeignet zu sein.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Sa 29. Nov 2008, 18:07
von Fabian Weinlich
Also dass der Stick mürbe ist glaube ich nicht, denn ich hatte mit einem anderen (relativ neuen) Stick die gleichen Probleme.
Der Aufwand wäre wirklich ziemlich groß. Knapp 30 Laptops mit Ubuntu bespielen und einrichten...
Während meiner Testphase habe ich mir auch Ubuntu direkt auf den Rechner installiert und bin bisher ganz zufrieden. Aber gibt es nicht Probleme wenn man Ubuntu und Windows auf nur einer Festplatte installieren möchte? Mir war irgendwie so...
Aber ich werde es einmal ausprobieren...

P.S.: Mittlerweile habe ich wirklich alles durch. Alle möglichen Destributionen in allen möglichen Varianten, aber jedes mal wird die Installation wegen eines Input/Output Errors abgebrochen.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Sa 29. Nov 2008, 18:28
von Ulf Blanke
Fabian Weinlich hat geschrieben:Der Aufwand wäre wirklich ziemlich groß. Knapp 30 Laptops mit Ubuntu bespielen und einrichten...

Na ja, wir würden das wohl wieder mit Images machen, das geht zumindest schneller.

Fabian Weinlich hat geschrieben:Aber gibt es nicht Probleme wenn man Ubuntu und Windows auf nur einer Festplatte installieren möchte? Mir war irgendwie so...


Nein, das klappt problemlos. Auf meinem Notebook habe ich seit Monaten sowohl Windows als auch Ubuntu installiert.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Sa 29. Nov 2008, 19:39
von hhullen
Fabian Weinlich hat geschrieben:Also dass der Stick mürbe ist glaube ich nicht, denn ich hatte mit einem anderen (relativ neuen) Stick die gleichen Probleme.


Falls es Dich aufbaut: ich habe inzwischen 1 Stick weggeworfen, weil er sich kontinuierlich so weit verändert hatte, dass/bis er durch pures Einstecken das System abstürzen liess.

Die anderen Sticks aus dieser Charge scheinen zwar USB 1.x zu können, aber nicht USB 2.0. Aber ich habe nur 1 Rechner, der von USB booten kann - und der will USB 2.0 benutzen.

Ach ja: Installation von Ubuntu-8.10-desktop, nicht von alternate (die bietet "Installation auf USB-Stick" nicht an).

http://wiki.ubuntuusers.de/Live-USB
http://wiki.ubuntuusers.de/Live-USB_-_p ... stallation

Fabian Weinlich hat geschrieben:Aber gibt es nicht Probleme wenn man Ubuntu und Windows auf nur einer Festplatte installieren möchte? Mir war irgendwie so...


Bei Ubuntu (und auch bei SuSE) funktioniert das inzwischen allemal dann brav, wenn die Windows-Partition nicht geändert werden muss. Und das liesse sich ja dadurch erreichen, dass die bisherige "Schul-Partition" frei wird.
Denk dran: Linux möchte "aus Prinzip" auch eine Swap-Partition haben.

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Mi 7. Jan 2009, 18:49
von hhullen
Ulf Blanke hat geschrieben:
als Linux-Laie habe ich vor kurzem auf Empfehlung eines Bekannten den Versuch unternommen, auf meinem Laptop Ubuntu zu installieren. Das Ergebnis war durchaus beeindruckend. Entgegen meiner Erwartung klappt die Installation problemlos und auch im laufenden Betrieb gab es bisher höchstens kleinere Schwierigkeiten.


Ergänzend zu der Diskussion über Notebooks und "Digitaler Schultasche": in der Schweiz wurde (auf Basis von Edubuntu" der "Lernstick" entwickelt; Linux auf dem USB-Stick, bootfähig.

http://arktur.de/Wiki/Client:Schultasche#Linux

Habe ich hier zuhause mal ausprobiert: könnte viele Wünsche erfüllen. Ein 4-GByte-USB-Stick kostet inzwischen keine 5 Euro mehr ...

Re: Linux auf Schüler-Notebooks

BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 22:24
von Ulf Blanke
Ulf Blanke hat geschrieben:
hhullen hat geschrieben:
Wenn aber keine Schulpartition mehr auf dem schülereigenen Notebook liegt, dann könnte in dem so freigewordenen Platz auch gleich Linux installiert werden; die Zugriffszeiten sind deutlich besser als bei einem USB-Stick.


Zu dieser Lösung neige ich mittlerweile auch. Ist zwar ein größerer Aufwand, aber die USB-Lösung scheint mir - das zeigen auch Fabians Tests - (noch) nicht für die Schulpraxis geeignet zu sein.


Nachtrag: Einen ersten Erfahrungsbericht zum Thema "Ubuntu auf Schüler-Notebooks" findet man mittlerweile hier.