Ubuntu - ein erster Erfahrungsbericht

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Ubuntu - ein erster Erfahrungsbericht

Beitragvon Ulf Blanke » Mo 16. Mär 2009, 14:46

Wie bereits hier im Forum angekündigt, hat unsere Schule in diesem Jahr zum ersten Mal Schüler-Notebooks mit Ubuntu ausgestattet. Ich möchte an dieser Stelle einen ersten Erfahrungsbericht abgeben.

Zu Beginn des laufenden Schuljahres haben wir die Notebooks für die neue Notebook-Klasse (7. Jahrgang) bestellt. Es handelte sich um das Modell "Latitude E5500" von Dell. Aufgrund von Lieferverzögerungen konnten die Geräte erst kurz nach den Herbstferien an die Schüler ausgegeben werden.

Standardmäßig wurden die Notebooks mit Windows XP ausgeliefert (eine Vista-DVD war jedoch ebenfalls im Preis enthalten). Wir haben ein Gerät nach unseren Vorstellungen konfiguriert (den sog. "Master"), um anschließend ein Image von der Festplatte zu erstellen und dieses auf die anderen Notebooks zu übertragen ("klonen").

Bei der Konfiguration des Master-Rechners haben wir das vorinstallierte Windows nicht verändert (bis auf die Partitionsgröße). Das Windows-System wird von den Schüler für private Zwecke verwendet. Für den schulischen Einsatz haben wir Ubuntu in der Version 8.10 installiert. Bei der Installation wurde eine eigene Partitionen für Ubuntu angelegt, sodass die beiden Betriebssysteme völlig unabhängig voneinander sind. Über einen Boot-Manager (Grub) kann man so nach dem Start des Rechners entscheiden, ob Windows oder Ubuntu gebootet werden soll.

Die ersten Erfahrungen mit Ubuntu sind sehr positiv. Das System läuft sehr stabil und die Bedienung ist ausgesprochen einfach. Wer Windows kennt, wird auch mit Ubuntu keine Probleme haben. Um Manipulationen zu verhindern, haben wir für die Schüler ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten (Desktop User) angelegt. Die Schüler können auf diese Weise zwar ihre Arbeitumgebung den eigenen Wünschen anpassen, aber z.B. keine Programme installieren.

Ein großer Vorteil von Ubuntu ist, dass es bereits ein Paket von Anwendungsprogrammen mitbringt, so z.B. OpenOffice. Zusätzlicher Installationsaufwand, wie er bisher bei Windows erforderlich war, fällt somit weg. Nett ist auch der vorinstallierte VNC-Server, über den der Lehrer bei Bedarf den Desktop des Schüler-Rechner betrachten oder sogar per Fernsteuerung die Kontrolle über den Rechner übernehmen kann.

Demnächst mehr dazu ...
Medienpädagogischer Berater am Medienzentrum Braunschweig
Lehrer an der IGS Volkmarode
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