Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beiträge rund um das Thema "Notebook-Hardware"

Moderator: Ulf Blanke

Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Ulf Blanke » Sa 7. Aug 2010, 19:32

Hallo,

ein Kollege von der Haupt- und Realschule Langelsheim hat mich gebeten, hier folgende Anfrage zum technischen Support einzustellen:

Bis heute wurde in unserem Haus die gesamte Hardware des Schulzentrums
sowie die Notebooks der Schüler durch eine eigens angestellte
Fachkraft, die zuletzt aus Mitteln unseres Fördervereins finanziert
wurde, betreut. Sämtliche auftretenden Probleme mit Hard- oder Software
wurden von dieser Person betreut.

Der Schulträger sah sich bisher nicht in der Lage, eine entsprechende
Stelle zu schaffen, wenngleich die Wartung von über 100 Notebooks und
zahlreichen fest installierten PC sowie 2 Servern anders eigentlich
nicht zu bewerkstelligen ist.

Im Rahmen eines Umbaus des Schulzentrums soll nun EDV-Hardware in
erheblichem finanziellen Umfang neu angeschafft werden. Allerdings
stehen für einen Administrator keinerlei finanzielle Mittel zur
Verfügung.

Uns interessiert nun, welche Wege sie an Ihren Schulen beschritten
haben, um die technische Seite dieses Projektes sinnvoll und
zufriedenstellend zu regeln. Wir sind der Auffassung, dass nur eine
dauerhafte Regelung zu sinnvollem Arbeiten führen kann und die Lösung
der ersten Jahre, dass eine Lehrkraft sich "nebenbei" um diese
Angelegenheiten kümmert, nicht mehr gangbar ist.

Vielleicht sind Sie an Ihren Schulen auch ganz andere Wege gegangen, auf
die wir noch nicht gekommen sind. Es wäre also schön, wenn Sie kurz die
Zeit fänden, darzustellen, wie die Wartung Ihrer im Unterricht
eingesetzten EDV-Hardware geregelt ist.


Gruß
Ulf Blanke
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon dirk.neumann » So 8. Aug 2010, 10:14

Hallo,
wir haben für das beschriebene Problem auch keine Lösung. Ich betreue bei uns das Projekt und bin für die Wartung und Pflege aller Systeme unserer Schule alleine verantwortlich. Wir sind allerdings nur eine sehr kleine Schule. Ich betreue ca. 50 Notebooks, ca. 25 PCs und einen Server (bei einer Anrechnungsstunde :-) ).

Als große Entlastung empfinde ich unseren Iserv, der sehr wenig Wartungsarbeit benötigt.

Ansonsten lautet bei uns die Devise, ein universelles Image erstellen, für die verschiedenen Rechnertypen anpassen und dann auf die Geräte verteilen. Das läuft zur Zeit noch mühsam per Hand, aber wenn ich das richtig im Iserv-Forum gelesen haben, wird der Server demnächst um eine Softwareverteilung erweitert.

Leider kann ich also auch nicht mit einem neuen, innovativen Plan weiterhelfen.

Liebe Grüße

Dirk
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Ulf Blanke » So 8. Aug 2010, 11:48

Auch an meiner bisherigen Schule (Nibelungen-Realschule in Braunschweig) lief der Support so, wie es Dirk geschildert hat. Der größte Aufwand war das regelmäßige Bestücken der Notebooks mit neuer Software. Wir hatten dafür zwar eine gut funktionierende Open-Source-Lösung im Einsatz (UDPCast), mit der das Aufspielen der Images übers Netzwerk möglich ist, aber bei rund 100 Geräte ist das trotzdem nicht ohne.

Im Zuge meines Schulwechsels wurde deshalb überlegt, wie es gelingen kann, diese Arbeit "outzusourcen". Da der Schulträger leider nicht davon zu überzeugen war, sich hier zu engagieren, wurde nun ein anderer Weg beschritten. Bei der Beschaffung der neuen Geräte für die nächste Notebook-Klasse hat die Firma "Mobiles Lernen gGmbH" in ihr Angebot die Kosten für das Aufspielen der Software (einmal bei Auslieferung und dann alle 12 Monate bei einer Gesamtlaufzeit von 48 Monaten) in den Kaufpreis des Geräts eingepreist, sodass nun die Eltern (die meisten per monatlicher Ratenzahlung) diesen Service finanzieren. Ob sich diese Lösung bewährt, müssen die nächsten Jahre zeigen, aber zumindest ist die Schule entlastetet, da der Support-Aufwand "aus Bordmitteln" einfach nicht mehr zu leisten war.

Viele Grüße

Ulf
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Martin Weber » Mo 9. Aug 2010, 10:48

Für die Betreuung von über 400 Notebooks und PCs haben wir den Weg der Kapitalsierung einer Lehrerstelle beschritten - in 2 Stufen - erst eine halbe dann später noch eine weitere halbe Stelle! Das ist natürlich problematisch aber anders hätten wir den Weg, alle Schüler mit einem gebrauchten elternfinanzierten Notebook (mit 1 Jahr Garantie und einigen kostenfreien Erstatzgeräten) auszustatten, nicht beschreiten können. (Derzeit haben wir 14 von 24 Stammgruppen mit Notebooks ausgestattet, alle neu eingeschulten Schüler arbeiten im 2. Jahr mit einem eigenen Notebook, das im Regelfalle in der Schule bleibt - Ganztagsschule!)
Die Erfahrung nach 1 1/2 Jahren ist sehr gut - der technische Part ist damit eindeutig und vom Schulalltag losgelöst organisiert. Eie deutliche Entlastung für mich - sodass die Koordination der inhaltliche Arbeit stärker in den Vordergrund gerückt werden konnte, was längst überfällig war ...

Gruß

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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Michael Timm » Mo 9. Aug 2010, 16:36

Wir betreuen inzwischen über 600 Schüler-Notebooks + Funknetz + IServ und machen dies mit 3 Kollegen.
Dafür erhält jeder 2 Anrechnungsstunden aus dem allgemeinen Stundentopf der Schule.

Ich lass es mal dabei, den Rest kann sich jeder denken.
Mittelstufenkoordinator
Johann-Beckmann-Gymnasium Hoya
17 Notebookklassen seit Schuljahr 2006/2007
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Ulf Blanke » Mo 9. Aug 2010, 17:35

Martin Weber hat geschrieben:Für die Betreuung von über 400 Notebooks und PCs haben wir den Weg der Kapitalsierung einer Lehrerstelle beschritten - in 2 Stufen - erst eine halbe dann später noch eine weitere halbe Stelle! Das ist natürlich problematisch [...]


Inwiefern problematisch?
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Sven Jordan » Mo 9. Aug 2010, 18:24

Moin aus dem Harz.

Ich bin der ursprüngliche Fragesteller.
Da die Diskussion scheinbar doch hier stattfinden kann, habe ich mich entschlossen, mich doch zu registrieren, wenngleich ich schon in so vielen Listen, Newsgroups und Foren registiert bin, dass ich langsam den Überblick verliere.

Ich danke erstmal für die Antworten. Eine Antwort habe ich noch per Mail, bei der ich um Veröffentlichung hier gebeten habe. Die Tendenz scheint mir bisher recht eindeutig zu sein. Ich warte mal ab, ob es noch mehr Lösungen gibt.

Ulf Blanke hat geschrieben:Inwiefern problematisch?


Hallo Ulf.
Ich vermute mal, dass die Kapitalisierung von Lehrerstunden nicht vordergründig dazu gedacht war, um nichtpädagigische Mitarbeiter einzustellen. Allerdings gefällt mir der Gedanke ziemlich gut.

Grüße,
Sven Jordan
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Sven Jordan » Mo 9. Aug 2010, 19:19

So, und hier schon, mit Genehmigung der Verfasserin, der Inhalt einer weiteren Mail:

"Lieber Herr Jordan,

ja, das alt bekannte Problem ;-).
Nach vielen Jahren harten Kämpfens haben wir nun seit einem Schuljahr eine halbe Stelle für eine IT-Fachkraft, die von der Landeskirche(wir sind eine Schule in Trägerschaft der Kirche) bezahlt wird. Dieser Kollege betreut unsere Laptops, Netbooks, wie auch die Rechner in den Computerräumen und in der Verwaltung. Die enge Zusammenarbeit mit Kollegen der Fachschaft Informatik ist äußerst wichtig, um technische und unterrichtliche Wünsche und Prioritäten zu setzen.
Bis dahin hatte das ein Kollege von uns übernommen, auch sehr engagiert und zuverlässig. Er hatte eine größere Anzahl von Entlastungsstunden wöchentlich, die andere Fachschaften abgegeben haben. Dabei denke ich nicht an 2-3, sondern natürlich mehr. Ja, das war ein Kompromiss, wenn es gelingen soll. Aber alle müssen Federn lassen und alle Fächer profitieren letztendlich davon. Zusätzlich waren wir 2 Jahre in der glücklichen Lage, Hilfe über einen FSJ-ler gehabt zu haben.
Aber ich muss sagen, die Kräfte zehrten sich trotz der beträchtlichen Entlastungsstunden auf.
Wir sind froh, diese IT-Kraft zu haben und wünschen es allen Schulen, die erfolgreich mit Rechnern im Unterricht arbeiten wollen.
Viele Grüße ..."
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Ulf Blanke » Mo 9. Aug 2010, 19:52

Sven Jordan hat geschrieben:Da die Diskussion scheinbar doch hier stattfinden kann, habe ich mich entschlossen, mich doch zu registrieren, wenngleich ich schon in so vielen Listen, Newsgroups und Foren registiert bin, dass ich langsam den Überblick verliere.


Willkommen im Forum! :-)

Sven Jordan hat geschrieben:
Ulf Blanke hat geschrieben:Inwiefern problematisch?

Hallo Ulf.
Ich vermute mal, dass die Kapitalisierung von Lehrerstunden nicht vordergründig dazu gedacht war, um nichtpädagigische Mitarbeiter einzustellen. Allerdings gefällt mir der Gedanke ziemlich gut.


Finde die Idee auch nicht schlecht. Und immerhin geht es ja um die Umsetzung eines pädagogischen Konzepts.
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Re: Frage zum technischen Support Notebooks und Hardware

Beitragvon Joachim Kausch » Mi 29. Sep 2010, 18:47

Martin Weber hat geschrieben:Für die Betreuung von über 400 Notebooks und PCs haben wir den Weg der Kapitalsierung einer Lehrerstelle beschritten - in 2 Stufen - erst eine halbe dann später noch eine weitere halbe Stelle! Das ist natürlich problematisch aber anders hätten wir den Weg, alle Schüler mit einem gebrauchten elternfinanzierten Notebook (mit 1 Jahr Garantie und einigen kostenfreien Erstatzgeräten) auszustatten, nicht beschreiten können. (Derzeit haben wir 14 von 24 Stammgruppen mit Notebooks ausgestattet, alle neu eingeschulten Schüler arbeiten im 2. Jahr mit einem eigenen Notebook, das im Regelfalle in der Schule bleibt - Ganztagsschule!)
Die Erfahrung nach 1 1/2 Jahren ist sehr gut - der technische Part ist damit eindeutig und vom Schulalltag losgelöst organisiert. Eie deutliche Entlastung für mich - sodass die Koordination der inhaltliche Arbeit stärker in den Vordergrund gerückt werden konnte, was längst überfällig war ...

Gruß

Martin Weber


Wir denken an unserer Schule (Haupt- und Realschule Langelsheim) gerade über die Kapitalisierung einer halben Lehrerstelle nach, um die technische Betreuung zu finanzieren. Wie funktioniert das Verfahren? Eine genaue Erklärung wäre hilfreich.

Gruß
Joachim Kausch
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