Re: Sind Netbooks im Unterricht hilfreich?
von bhildebrandt » So 7. Jun 2009, 11:35
Das Goethegymnasium Hildesheim unterhält seit Herbst 2008 fünfzehn Asus H1000 (Intel Atomic, 10'' Bildschirm, 1GB Ram, 160GB) und wir haben durchweg positive Erfahrungen damit:
Die Rechner befinden sich permanent in der Ausleihe von Kursen und Klassen im gesamten Unterrichtsspektrum. Die Geräte sind so konfiguriert, dass sie problemlos in dem Schul-WLAN nutzbar sind (IT-Zugang). Wer in Iserv muss, tut dieses über die Anmeldekonsole. Wir geben Schülern in geschützten Räumen (also bei uns Bibliothek mit Aufsicht) auch individuell Gelegenheit, ihre Hausaufgaben und sonstige Recherchen durchzuführen und Ergebnisse auf Iserv abzulegen.
Durch das geringe Gewicht und das handliche Format ist der Transport in Klassenstärke problemlos. Auch die Tatsache, dass idR sich im Unterricht zwei Schüler einen Rechner teilen müssen, ist unproblematisch, da das Display (eben gerade so) ausreicht, um die Informationen ablesen zu können.
Überzeugend ist die Robustheit der kleinen Rechner. Wir haben bisher keinerlei Ausfälle trotz wirklich großer Beanspruchung durch eine Vielzahl unterschiedlicher Schüler.
Die Einschränkungen durch den Atomic-Prozessor fallen in unserem normalen schulischen Betrieb nicht ins Gewicht. (Aufwändigere Programme wie Video-Schnitt im Kunstunterricht wurden mit diesen Rechnern noch nicht ausprobiert.)
Wir haben inzwischen für die nächste Laptop-Klasse die Entscheidung für einen Belinea-12'' mit ähnlicher Ausstattung getroffen.
Aus unterrichtlicher Sicht scheint es durchaus sinnvoll, keine (Schüler-)Laptops mit vollem Leistungsspektrum anschaffen zu lassen, weil dann, vor allem bei den Kleinen, die Versuchung für Spiele in der Schule unwiderstehlich ist.
Bernd Hildebrandt (Englisch/Geschichte, Lehrer in Laptop-Klassen, EDV-Obmann)